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Der Löwe von Münster

von Paul Hühnerfeld

1926 - 1960
Feuilletonchef der Wochenzeitung "Die Zeit"
   aus: Merian 3. Jahrgang Heft 2, 1950

(Paul Hühnerfeld ist Schriftsteller und nicht Historiker. Er schreibt aus der Erinnerung heraus und gibt deshalb sehr treffend die Haltung der Stadt Müntser zu Kardinal von Galen unmittelbar nach dem Krieg wieder. Manche Dinge sieht die heutige Forschung anders; deshalb wurde der Text entweder leicht gekürzt oder mit Kommentaren versehen.)

Heute, vier Jahre nach dem Tode des Kardinals von Galen, den seine Freunde enthusiastisch der "Löwen von Münster", seine Feinde einen "Volksbetrüger" nannten, scheint es möglich zu sein, das dramatische Leben dieses Mannes und die Epoche, unter deren unheilvollem Akzent seine Reinheit heller aufstrahlte als das in normalen Zeiten der Fall gewesen wäre, nur noch mit jener Leidenschaft zu betrachten, die nötig ist, damit die Geschichte nicht tote Vergangenheit wird. Heute, da jene Tage anmuten wie ein Spuk, müsste es gelingen, Menschen, die damals Geschichte machten, an den rechten Ort zu rücken, die Schwätzer als Schwätzer zu deklarieren, die Helden als Helden und die Heiligen als Heilige. Aber es ist auch heute nicht mehr zu früh für solchen Versuch. Denn unsere Zeit ist nicht nur die Zeit des schnellen Vergessens, sondern ebensosehr die der falschen Erinnerungen. Gerade auf das Bild des Bischofs von Münster trifft das zu. (...)

In Innsbruck hat er studiert, und in Berlin war er in den zwanziger Jahren Pfarrer an St. Matthias; diese Pfarre wurde nach alter Tradition von Geistlichen des Bistums Münster besetzt, und sie hat sich durch die Standfestigkeit ihrer Pfarre in den turbulenten Jahren zwischen den beiden Weltkriegen einen gewissen Ruf erworben.

Während der Nazizeit amtierte hier der Prälat Coppenrath als Pfarrer: ein national gesinnter temperamentvoller Westfale, der die Nazis 1934 während des Röhm-Putsches durch seine offiziellen Predigten in peinlichste Verlegenheit brachte. Damals war freilich Clemens August schon längst Bischof von Münster; er hatte am 19. Oktober 1933 in die Hand des Preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring den Treueeid gegenüber dem Deutschen Reich geschworen. Auf dem Rückflug von Berlin nach Münster saß er neben dem Gauleiter von Westfalen-Nord, Dr Alfred Meyer; beide unterhielten sich recht gut, und der Bischof war besonders von der Bibelkenntnis des brauen Machthabers beeindruckt. Überhaupt verliefen die ersten Jahre verhältnismäßig ruhig und im Einvernehmen mit der Partei. Clemens August, politisch ein durch und durch national gesinnter Mann, dem auch ein kleiner Schuss der penetranten "Teutschheit" nicht fehlte, blieb trotz seiner Berliner Jahre eigentlich ohne Verständnis für die sozialen politischen und kulturellen Umwälzungen nach dem ersten Weltkrieg.


Teutschheit: Glaube an die Missionierungsaufgabe der deutschen Kultur

Er hatte in den ersten Jahren gar keinen Grund , gegen die von ihm als legitim anerkannte regierung zu opponieren. Das, was die Nazis schon bis 1935 zerstört hatten - zum Beispiel die deutsche Kunst -, hatte er kaum bemerkt, und es interessierte ihn auch gar nicht. Sein Biograph, Heinrich Portmann, schildert ihn als amusischen Menschen, der lieber einen Militärmarsch hörte als Beethoven oder Liszt, als einen Mann, der der Philosophie abgeneigt war. - Freilich war er immer philosophischer als sein Gegener Rosenberg; denn dieser glaubte etwas von Philosophie zu verstehen und verstand nichts, Galen verstand zwar auch nichts davon, aber war sich darüber im Klaren.

So kam es, dass der Bischof von Münster den "Studien zum Mythos des 20. Jahrhunderts" - jener katholischen Entgegenung auf Rosenbergs Pseudophilosophie - nur ein Vorwort mit auf den Weg gab; verfasst war es von den Theologen Professor Neuß und und Dr. Bachem.


Dies wird von der heutigen Forschung anders gesehen:

s August Graf Clemenvon Galen, der katholische Bischof von Münster, ließ in seiner Diözese Ende 1934 die anonyme Schrift Studien zum Mythus des 20. Jahrhunderts als amtliche Beilage zum kirchlichen Amtsblatt seiner Diözese veröffentlichen. In dieser wandte sich unter anderem der Bonner Kirchenhistoriker Wilhelm Neuß gegen die im Mythus des 20. Jahrhunderts niedergelegte Rassenideologie Alfred Rosenbergs. Von Galen hatte, nachdem der Kölner Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte seine Zustimmung zur Publikation der Studie als amtliche Veröffentlichung zwei Tage vor Drucklegung zurückgezogen hatte, kurz entschlossen ein seinen Namen nennendes Geleitwort zu der Schrift verfasst. In seinem Hirtenbrief zu Ostern 1935 setzte er sich in verschärftem Ton mit den Thesen Rosenbergs auseinander. Er nennt dort „Götzendienst, … Abgötterei, … Rückfall in die Nacht des Heidentums“, wenn die Nation als Ursprung und Endziel angesehen werde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Rosenberg

Dennoch waren für Clemens August "Mythos" und "Antimythos" nur eine Episode, die den Kern der seines Wesens noch gar nicht traf; höchstens dass er damals schon ahnte, welcher Kampf ihm noch bevorstand.


Auch hier irrt der Autor.
Galen begann ab 1935 in Predigten und Hirtenbriefen, sich  gegen den Totalitätsanspruch der Nationalsozialisten auszusprechen. Dabei setze er sich besonders für die Erhaltung der Bekenntnisschulen ein und protestierte gegen den Plan, alle Kreuze aus den Schulen zu entfernen. Da ihm klar war, dass er sich damit in Gefahr begab, verfügte er, dass im Falle seiner Verhaftung jedes Glockenläuten im Bistum auszusetzen sei.
(Vergl. Hubert Wolf, Clemens August von galen, Gehorsam und Gewissen, Freiburg i.B. 2005)


In der ersten Juniwoche des Jahres 1941 bombardierte die Royal Air Force in drei Nächten die Stadt Münster. Es war nach dem Angriff auf Lübeck der erste große britische Luftangriff auf eine offene deutsche Stadt. In der Bevölkerung beider Städte brach eine Panik aus, obwohl die Schäden dieser Angriffe gemessen an den Bombardements der Jahre 1943 und 1944 nur gering waren. Aber der psychologische Effekt, den die Engländer erzielten, war riesengroß: zum ersten Male war klar erwiesen, dass die Reden Görings, wonach die deutsche Heimat unter dem Schutz der eigenen Luftwaffe und Flakbatterien ruhig arbeiten könne, Hochstapelei waren. Das Vertrauen der Zivilbevölkerung zur militärischen Führung erlitt hier in Lübeck und Münster den ersten großen Schock.

Wenige Tage nach diesen Angriffen begann der Gauleiter Meyer eine kleine Säkularisierung auf eigene Faust: er ließ in Münster zwei Häuser der Jesuiten und ein Haus der "Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis" beschlagnahmen und die Patres und Nonnen aus "staatspolitischen Gründen" aus Westfalen und Rheinland ausweisen. Weitere Beschlagnahmen folgten in den nächsten Wochen.


12. Juli : Die Gestapo beschlagnahmt die beiden Niederlassungen des Jesuitenordens in Münster, Haus Sentmaring an der Weseler Straße und das Ignatiushaus in der Königsstraße. Die Angehörigen des Ordens werden gezwungen, Westfalen und die Rheinprovinz zu verlassen. Auch die Nonnen der "Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis" werden gezwungen, ihre Niederlassung in Wilkinghege an der Steinfurter Straße aufzugeben und aus Münster ausgewiesen. Die Häuser und das Inventar werden zugunsten der Gauleitung der NSDAP enteignet.
(Münsterwiki)

 

Propagandaplakat der Nazis gegen Behinderte

Der Bischof von Münster antwortete auf diese Maßnahmen in drei Predigten in der Lambertikirche. Und wirklich: es war, als ob ein getroffener Löwe aufbrüllt. Clemens August sah zwar die Trümmer und das Leid seiner Diözesanen. Er sah die Toten, Verwwundeten und Flüchtlinge, aber er sah vor allen Dingen das Unrecht, das der katholischen Kirche angetan wurde. Die Welt der irdischen Machthaber hatte das Recht der von Gott eingesetzten Kirche verletzt; sie hatte das Heiligtum seines Herzens und das seiner westfälischen Glaubensgenossen angerürt und geschändet. (...)


Schon seine so genannten Xantener Predigten von 1936 zeigen, das er von der Legitimität der Regeirung nicht mehr überzeugt war. Regierung bezogen ihre Legitimität aus dem Befolgen der göttliche Gebote. Andernsfalls verkomme die Regierung zu einer "Räuberbande". Wichtig bleint sein Zitat aus der Apostegeschichte, "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen". Gehorsam kann man nur bei Anweisungen sein, die nicht gegen das Gewissen verstoßen.
Vergl. Hugo Wolf, siehe oben


Ob er das ganze große Verhängnis des Nationalsozialismus wirklich erkannt hat, ist schwer zu entscheiden; wahrscheinlicher aber ist, dass dieser ganze Spuk ihn in seiner Bodenständigkeit  und Treue nur da traf, wo er seinen inneren Lebensbezug berührte. Es ist eine Tragik in der Geschichte der deutschen Widerstandsbewegung, dass der größte und bedeutendste Gegener des Nationalsozialismus nicht eigentlich ein Widerstandskämpfer sondern ein war.


Galen war kein Widerstandskämpfer in dem Sinne, dass er zum - von der Kirche gestatteten - Tyrannenmord ermutigt hätte. Er kämpfte mit einen Mitteln: Predigten, Hirtenbriefe, Veröffentlichungen. Schon 1934 verfassten Theologen eine Gegenschrift zu dem später auf den Index gesetzten Werk von Alfred Rosenberg zur Rassentheorie. Diese Schrift ließ Galen nachdrucken und mit der Kirchenzeitung in die Haushalte bringen. Das geschah bereits 1934
Vergl. dazu:
Joachim Kuropka, Meldungen aus Münster, Münster 1992


Das die nazistische Regierung für diese Stellung Galens ein feines Gehör hatte, beweist der Brief Görings an den Grafen vom 5. März 1942: In ihm versucht Göring, an das patriarchalische Treuegefühl in Clemens August zu appellieren; er erinnert ihn an seinen Eid. Und mit Erfolg: denn der Bischof von Münster weicht zwar nicht von seinem Standpunkt ab, aber er legt ihn Göring in einem ausführlichen Brief dar, den er mit "deutschem Gruß" unterzeichnet. Diese Antwort ist für einen Mann wie Galen nicht nur diplomatische Konzession, sondern sichtbarer Ausdruck dafür, dass er die Regierung immer noch für eine rechtliche Regierung halten will, unter der die Person des Staatsbürgers alle Pflichten und Freiheiten, die ihr zustehen, genießen kann. (...)


Ein Schluss, den man wohl heute so nicht mehr ziehen würde. 1942 waren die münsteraner Juden abtransportiert, die Stadt war "judenfrei". (Darauf geht der Autor nirgends ein) Dass Galen trotz der offensichtlichen Verbrechen die Regierung für legitim hielt, ist nicht belegbar.



Im Frühjahr des Jahres 1941 begann die nationalsozialistische Regierung mit dem Abtransport so genannter "unheilbar Geisteskranker" aus verschiedenen Heil- und Pflegeanstalten Westfalens.


"Die von den Natiomalsozialisten betriebene systematische Tötung von psychisch Kranken forderten auch Opfer unter den Patienten von Marienthal (heute LWL-Klinik). Am 21. September 1940 wurden die ersten drei Frauen und ein Mann, jüdische Patienten, nach Wunstdorf  und von dort sechs Tage später mit unbekanntem Ziel verlegt. Es folgten noch vier weitere Transporte: Einer am 29.06.1943 mit 130 Patienten nach Weilmünster, 112 Patienten nach Scheuern und 223 Patienten nach Eichberg. Soweit diese Menschen nicht in den so genannten Zwischenanstalten verhungerten oder an Krankheiten starben, wurden sie in die hessische Gasmordanstalt Hadamar gebracht. Nur wenige überlebten oder konnten fliehen.

Ein positives Beispiel des Widerstandes in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Marienthal ist die Clemensschwester Laudeberta. Sie unterrichtete Bischof Clemens August Graf von Galen über die bevorstehenden Verlegungen und lieferte so Fakten für seine berühmt gewordene Predigt vom 3. August 1941 in der Lambertikirche.
(125 Jahre Westfälische Klinik Münster, Münster 2004, S.34)
Siehe auch:

http://wiki.muenster.org/index.php/Schwester_Laudeberta

Die Angehörigen dieser Kranken erhielten Wochen später die Nachricht, dass sie die Asche ihres "plötzlich verstorbenen" Anverwandten gegen ein Entgelt abholen könnten. Diese ganze Aktion beruhte auf der - nicht zuletzt durch Rosenbergs Mythos entstandenen - Rassentheorie, nach der, wie im Tierreich, "unproduktive Elemente" und "lebensunwertes Leben" vernichtet werden sollten. Die "Euthanasie" wurde so eine der menschenunwürdigsten praktischen Früchte des theoretischen Unsinns der nationalsozialistsichen Rassenlehre. Clemens August erstattete am 28. Juni 1941 beim Polizeipräsidenten in Münster Anzeige wegen Mordversuch, als er erfuhr, dass in den darauffolgenden Wochen die ersten Patienten aus der bischöfliche Heilanstalt Marienthal bei Münster abtransportiert werden sollten. Wenige Tage später, am 3. August, hielt er in der Lambertikirche gegen die Euthanasie die mutigste, klügste und erschütternste Predigt seines Lebens. Er knüpfte an das Evangelium des neunten Sonntags nach Pfingsten an, in dem es heißt, das Jesus über Jerusalem weint, weil er es nicht vor dem göttlichen Strafgericht retten kann: "Jerusalem, Jerusalem, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln...Aber du hast nicht gewollt...Wenn du es doch erkenntest, noch heute an diesem Tage was dir zum Frieden dient! Aber du hast nicht gewollt." Und der Bischof kommentierte eindringlich: "Es ist etwas Furchtbares...wenn der Mensch seinen Willen gegen Gottes Willen stellt. Ich wollte, du hast nicht gewollt. Darum weint Jesus über Jerusalem" - Mit der Euthanasie hatte sich das Böse gegen das Wertvollste, was Gott dem Menschen gibt, vergangen: gegen das Leben. Schonungslos, aber zugleich ungemein geschickt, zeigte Graf galen in dieser Predigt, wohin es führt, "wenn einmal zugegeben wird, dass die Menschen das Recht haben, 'unproduktive Mitmenschen' zu töten: das bedeutet 'grundsätzlich Mord' an allen unheilbar Kranken, den 'Inavaliden der Arbeit und des Krieges'".

"Dann braucht nur irgendein Geheimerlass anzuordnen, dass das bei Geisteskranken erprobte Verfahren auf bei den...schwerkriegsverletzten Soldaten anzuwenden ist." - Dieser letzte Satz stiftete in Deutschland große Unrihe. Die partei tobte. Der Gauleiter Meyer schlug vor, den Bischof anlässlich des nächstbesten Sieges, wenn die Bevölkerung abgelenkt war, zu verhaften. Der Leiter für nationalsozialistsiche Aufklärung Tießler, wollte ihn "sofort aufhängen". Goebbels und Hitler ließen sich Bericht erstatten. Mittlerweile kursierte die Predigt in den Frontkompanien vor Moskau, an Bord der Frontboote der Kriegsmarine, in den Ruhelagern in Frankreich, Griechenland und Italien. Eine ungeheure Erregung bemächtigte sich vieler Soldaten: wenn wir zum Krüppel geschossen werden, werden wir in der Heimat getötet. Die alliierten Sender nahmen die Nachricht auf und verwandten sie zu propagandistischen Zwecken. Dadurch würde der Bischof von Münster, der das Leben wehrloser Kranker mit seinem eigenen Leben schützte, für die Nazis ein gemeiner Landesverräter.

Und doch geschah nichts. Goebbels sprach sein bekanntes Wort, nach dem man "eine Rache mit kaltem Herzen genießen müsse"; außerdem nahm er den Fall zum Anlass zu demonstrieren, wie recht er mit seiner Ansicht gehabt habe, den Kampf gegen die Kirche bis nach dem Krieg zu verschieben. An das Gerede des Gauleiters Meyer, der in der Predigt des Bischofs von Münster ein Zeichen zum Generalangriffs Roms auf das nationalsozialistische Deutschland sah, glaubte er nicht. Er sorgte vielmehr dafür, dass die Euthanasie eingestellt wurde. Clemens August von Galen hatte die Machtprobe gewonnen, weil hinter ihm ganz Westfalen stand. Seine eigenen Glaubensgenossen waren es, die ihm durch ihre Treue die Märtyrerkrone erspart hatten.

Der geräuschvolle Zusammenbruch des tausendjährigen Reiches ließ die Bischofsstadt Münster als ein Trümmerfeld zurück. Und die resignierenden Bewohner begannen eigentlich zum ersten Male in größerem Umfange aufzuräumen, als Clemens August von Galen, der vom Papst  zum Kardinal Ernannte, aus Rom zurückkam. Noch bevor er in seine Bischofsstadt heimfuhr, besuchte er den an der Ems gelegenen kleinen Gnadenort Telgte: Dorthin war er Jahr für Jahr zur "schmerzhaften Mutter" gepilgert; in der Pfarrkirche zu Telgte hatte er sich im Juli 1945 in seiner ersten großen Predigt nach der Kapitulation gegen die Kollektivschuld des deutschen Volkes ausgesprichen.

Jetzt war es März 1946, und der Kardinal fror beim Einzug in die ausgebrannnte Residenzstadt. Wenige Tage später wurde er mit durchgebrochenem Blinddarm ins Krankenhaus eingeliefert. Am Tage nach der Operation starb er. Am 28. März wurde er begraben. Die katholischen Glaubensgenossen beerdigten einen ihrer mutigsten Kämpfer, die Deutschen einen Mann, der die bei ihnen so seltene Zivilcourage bis zur verwegenen Tapferkeit ausübte, die Welt einen jener einfachen unnd wahren Menschen, die die Verwirrung unserer Tage nur noch selten hervorbringt.