Herzlich willkommen auf meiner Webseite


Geschichte der Antoniuskirche in Bildern
Bilder bitte anklicken

1900
Gründung des Antoniusvereins mit dem Ziel, eine eigene Pfarre zu gründen und eine Kirche zu bauen. Das seit der Eingemeindung von 1875 Pluggendorf genannte Viertel Vor dem Ägidii-Tor gehörte noch zur Pfarrei St. Lamberti.

1902
2. Februar: Einweihung einer "Notkirche" auf dem Gelände des heutigen Altenheims St. Lamberti



1905
Kauf des Grundstück des ehemaligen Friedhofs der Ägidii-Ludgeri-Pfarre


1909
Gründung der Antoniuspfarre


1914
5. Juni Grundsteinlegung zur Antoniuskirche.
Die Kirche hatte im Osten ein Querschiff und eine Vierungskuppel. Am 5. Oktober 1915 brach das Gerüst unter der Kuppel zusammen und begrub fünf Arbeiter. Die durch das Getöse alarmierten Nachbarn bemühten sich sofort sie freizugraben. Für zwei Arbeiter kam jede Hilfe zu spät.
Der Altarraum zeigt Anklänge an die barocke Clemenskirche.


Die Antoniuskirche galt als neobarocker Bau, ist aber eher dem Historismus oder dem Eklektizismus zuzuordnen.
Rechts erkennt man noch die klassizistischen Pfeiler des ehemaligen Friedhofstores.



1917
Altarweihe  durch Prof. Mausbach.
Professor Mausbach war Moraltheologe an der Universität Münster, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und beteiligt an der Ausarbeitung der Weimarer Verfassung von 1919. 

Urkunde zur Altarweihe


Transskript


1943 - 1945
Zerstörung der Kirche und des Pfarrhauses mit dem Archiv




1951 - 1952
Wiederaufbau der Kirche. Bis 1955 wurden Haussammlungen zum Kirchenbau durchgeführt. Die schlichte Form geht nicht nur auf Geldmangel zurück; der Historismus wurde nach dem Krieg nicht mehr geschätzt.


Nach Außen wirkt die Kirche heute eher düster - eingezwängt zwischen zwei verkehrsreiche Straßen. Im Innern ist die Kirche hell und freundlich.


1961 bekam die Antoniuskirche ein neues Geläute, ebenso kurze Zeit später   die Kirche der neugegründeten evangelischen Matthäusgemeinde in der Antoniusstraße. Wenn beide Kirchen gleichzeitig zum Gottesdienst läuteten, rebellierte bei einigen Anwohnern das musikalische Gehör. Eine fachmännische Untersuchung ergab, dass die Glocken der Antoniuskirche völlig falsch gestimmt waren. Sie mussten wieder abgehängt und neu gegossen werden. Danach war das sonntägliche Läuten harmonisch.
Eine weitere Überprüfung im Jahre 1995 zeigte jedoch, dass die Aufhängung der Glocken bereits irreparabel marode war. Drei Glocken mussten wieder neu gegossen werden. Das Geld dazu erhielt der Pfarrer (Pfarrer Orten) von einem privaten Spender.


2018 fiel bei dem Sturm "Friederike" ein Baum auf das Dach des früheren Jugendheims.


Die Antoniuspfarre wurde inzwischen in die Großpfarrei St.Josef integriert. Sie dient heute der polnischen Gemeinde als Pfarrkirche.

hauptsächlich verwendete Quellen:
Festschriften zum 50. und zum 75. Jubiläum der Pfarrei Sankt Antonius Münster